|
Marcel Hermann - Lyrik Gedichte Hörgedichte |
Gift | |
|
|
Gift - Lügen inszenieren ein falsches Spiel, auf ewiger Suche entgleitet das Ziel. Kälte, die zarte Emotionen berühren, Himmel und Hölle sich nicht verführen. Herzen mit Narben, die niemals klagen, Schmerzen die wortlos einiges sagen. All die Hoffnung stirbt aufrecht dahin, so macht das Leben einfach keinen Sinn. Wer auch immer im Leben irgendwie versagt, bewusst, recht selten sein Ich hinterfragt. Liefert sich gnadenlos seiner Selbst aus, eigene Fehler schreit keiner gern heraus. Die Zeit zog es vor, nicht alles wichtig zu nehmen, den Schatten entgehen, um endlich Licht zu sehen. Die Vernunft hatte sich stets vieles vorgenommen, und war damit nirgendwo angekommen. Die Zukunft ist pures Gift für mich, unentwegt zählt sie meine Stunden. Das Leben sieht zu und liebt mich nicht, daher darf der Tod sich noch gedulden. Wer gegen die Alten etwas auszusetzen hat, sollte sich schnell das Leben nehmen. Sonst wird er eines Tages auch noch alt und müsste sich selbst damit abquälen. Um alles zu begreifen lernte ich schweigen und beschloss, nur keine Schwäche zeigen. Erstarrte Zeiten sind unerträglich leer, Gemütstiefe beeinflusst das Leben sehr. Der Drang nach spürbarer Veränderung, wünscht Glück und Leid die Trennung. Ohnmacht des Geistes in Hülle und Fülle, der sanfte Wille verharrt in edler Stille. Gefangene Gedanken wohin man sieht, Sehnsucht meist aus engen Welten flieht. Was eine Seele braucht ist nicht viel. Begierden bevorzugen das leichte Spiel. Unliebsame Erfahrungen beweisen dann, Gegensätze ziehen sich kaum noch an. Vereinsamte Herzen träumen liebend gern. Phantasie ein kunterbunter Sonnenstern. Die Zukunft ist pures Gift für mich, unentwegt zählt sie meine Stunden. Das Leben sieht zu und liebt mich nicht, daher darf der Tod sich noch gedulden. Wer gegen die Alten etwas auszusetzen hat, sollte sich schnell das Leben nehmen. Sonst wird er eines Tages auch noch alt und müsste sich selbst damit abquälen. Miteinander entsteht mehr daraus, lotsen zudem alle Möglichkeiten aus. Außen Vor bleibt manchmal Sinnlichkeit, nichts schmerzt so, wie die Wahrheit. Zudem mussten viele Jahre vergehen, um den Ernst der Lage zu verstehen. Ein wenig des Vertrauens ich spüren kann, für mich fängt das Leben von vorne an. Sich irgendwann selbst wieder finden, heißt die ewige Leere zu überwinden. Was einmal Getanes an Leid gebracht, hatte dem Schein den Garaus gemacht. Zu guter Letzt des Lebens Freudenfest, stabile Bande gleichen einem Spinnennetz, aus dem kein Entkommen mehr möglich. Der Tod aber hat das Leben nicht nötig. Die Zukunft ist pures Gift für mich, unentwegt zählt sie meine Stunden. Das Leben sieht zu und liebt mich nicht, daher darf der Tod sich noch gedulden. Wer gegen die Alten etwas auszusetzen hat, sollte sich schnell das Leben nehmen. Sonst wird er eines Tages auch noch alt und müsste sich selbst damit abquälen. Ich fand einfach noch keine Zeit zu gehen, möchte lustvoll das Ende vom Anfang sehen. Die Verzeihung lässt sich ohnehin nur bitten. Der Inbegriff allen Daseins hatte gelebt, gelitten. Versäumte Stunden ließen sich entbehren, unzählige Momente sind es, die sterben. Zum kurzen Verweil aber bleibt ungehört, wie rastloser Eifer den Verstand betört. Die Gedanken sind weder jung noch alt, der Zeitgeist vergnügt sich tadellos, kalt. Das kreative Sein längst auf Abwegen. Grandiose Ideen die nichts bewegen. Die Jahre tropften stillschweigend dahin. Höhen und Tiefen bestimmten des Alltags Sinn. So naht auf Umwegen unsichtbar die Ewigkeit. Der Beginn des Unfassbaren hält sich bereit. Die Zukunft ist pures Gift für mich, unentwegt zählt sie meine Stunden. Das Leben sieht zu und liebt mich nicht, daher darf der Tod sich noch gedulden. Wer gegen die Alten etwas auszusetzen hat, sollte sich schnell das Leben nehmen. Sonst wird er eines Tages auch noch alt und müsste sich selbst damit abquälen. © Impressum yt. fb. rev. tw. mys.
___________________________________________________________________________________
|