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Poesie - Melancholie - Lyrik - Gedichte |
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| Abschiedstraum |
| Stehe wie ein Fels in der Brandung allein |
| im Meeresrauschen nicht geweinter Tränen. |
| Das bröckelnde Fundament bricht ein, |
| beginnt das Sein in Zeitlupe zu lähmen. |
| Der Grad vom Gipfel bis zum Abgrund verbindet |
| und im Fall quält gefährlich schmal das Tief. |
| Das Wesentliche des Lebens schwindet |
| bis der Seelengedanke das Warten befiehlt. |
| Emotionen klagen von unerträglichem Leid, |
| totes Blut kein bewegendes Bild mehr malt. |
| Nahende Dunkelheit noch unheimlich weit, |
| Gefühle werden lieblos, klar und eisig kalt. |
| Wenn die Fantasie den Himmel berührt, |
| ist es zu spät und zuweilen alles verloren. |
| Die dunklen Wolken nun zu Tränen gerührt |
| von der Nacht, die neu den Tag geboren. |
| Unsichtbar thront der Tod über allem Leben |
| und bringt sich als erlösendes Schicksal ein. |
| Sein Spiel ist, was nicht gegeben zu nehmen, |
| stimmt jedem Leben Abschiedsmelodie ein. |
| Der Schmerz der Schöpfung aller Erdenwesen |
| spricht stumm von Wahrheit in Licht und Zeit. |
| Den Endgedanken ihre Finsternis nehmen - |
| neue Wunder des Anfangs halten sich bereit. |
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© by MarcelHermann
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