© by Marcel Hermann  

   
 

Poesie - Melancholie - Lyrik - Gedichte

   
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  Abspann
   
  Es war das Heute, das gestern an morgen erinnerte
  und nachträglich jeden Augenblick nur verschlimmerte.
   
  Mühelos sich die Gedanken der Erinnerung meldeten.
  Die Zufriedenheit alleine erfüllte das Leben so selten.
   
  Einsamkeit begleitete von Anfang an den Lebensweg.
  Schatten gegen Licht war Spiel auf dem Daseinssteg.
   
  Die Seele ertrank langsam im eigenen Spott und Hohn,
  denn ihre unüberwindbaren Probleme kannte sie schon.
   
  Jedes gesagte Wort stellte sich stumm vor dem andern.
  Stets wusste die Ruhe der Angst still weiter zu wandern.
   
  So rasend schnell wie all die hellen Stunden verflossen,
  blieb jedes Kapitel der inneren Not damit verschlossen. 
   
  Ein so aufgestauter Hort angesammelter Empfindungen
  verlor schnell den Sinn für Liebe und Lebensbindungen.
   
  Emotionen täuschten den Verstand; er ließ sich narren.
  Keinerlei  Erkennen mehr, wo Seelenverwandte waren.
   
  Daher bestand die Sucht des Herzens wie ein Fluchen,
  nie zu finden, sondern immer unaufhörlich zu suchen.
   
  Die Herbstzeit des Lebens zog nun verschwiegen ein
  und nur die Natur weiß, wann endgültig Ende wird sein.
   
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