© by Marcel Hermann

   
 

Poesie - Melancholie - Lyrik - Gedichte

   
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Aus
 
Wenn diese Zeit nur noch dahin kriecht,
sich vergeblich um einen Beistand müht.
Die Welt des Vertrauens mit sich spielt
und vor dem, was angeboten wird, flieht.
 
Auf dem Pfad des Irrwegs ohne Ausgang,
woraus dem Ich die Flucht nicht gelang.
Panik jagt Ruhe ausser Rand und Band.
Wünsche bringen sich um den Verstand.
 
Wehmut spiegelt der Seele Tiefgang,
der grenzenlos nach einem Anfang drang.
Tagfantasien zur Nacht umherwandern,
so täuscht ein Wunschtraum den andern.
 
Der Verfall bringt Bedrohung mit sich,
der Lebensumstand ist nicht förderlich.
Nur die Dunkelheit spricht noch davon,
was längst Licht erfährt in der Illusion.
 
Die Not macht jede Gefühlsregung rüde,
aber das Individuum ist schon zu müde.
Es hat sich von der Wirklichkeit entfernt,
den Umgang mit dem Andern verlernt.
 
Solange das Sein sich dem Tode verspricht,
hält stumm das Ich an seiner Lebenspflicht.
Da sucht das Unerfüllte noch gerührt zu sein,
nur das kalte Innere sieht blind nichts ein.
 
Wem kann das Leben noch anvertrauen,
um sich vor Abgabe seiner selbst aufzubauen?
Die treibende Kraft der ewigen Verlassenheit
versinkt fast bedächtig in der Sinnlosigkeit.
 
Das Jetzt ist später nicht mehr zu begreifen,
bedeutet still sich in das Nichts zu vertreiben.
Längst sind angebrochen die schweren Zeiten,
um schon bald sein kurzes Ende vorzubereiten.
 
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