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Poesie - Melancholie - Lyrik - Gedichte - Lyrics - Texte |
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| Ballade | |
| Manchmal verblassen die Sterne, der Himmel ist müd. | |
| Wolken fliehn in die Ferne, als sei alles geübt. | |
| Bei Tage narrt die Sonne zwischen Schatten und Licht. | |
| Zeitlos die Lebenslüge. Der Schein bestimmt die Sicht. | |
| Seelen müssen wandern, | |
| fühlen sich irgendwann frei. | |
| Keine versteht die der Andern | |
| und leben aneinander vorbei. | |
| In Wahrheit pflegen doch alle | |
| ein und den selben Traum. | |
| Hoffnung allein wird zur Falle. | |
| Tragik vernebelt Zeit und Raum. | |
| Tagträume halten sich versteckt. | |
| Des Herzens Akte verkümmert. | |
| Der Staub vieler Jahre verdeckt, | |
| was zu dem noch verschlimmert. | |
| Schweigen hatte sich verzettelt. | |
| Es versagt dem Dunkel nicht, | |
| dass Finsternis nun Licht erbettelt, |
| denn Ängste haben ein Gesicht. | |
| Blitz und Donner sind vergebens. | |
| Erfurcht sich zu erinnern vermag. | |
| Die Ethik allen Menschenlebens | |
| Strategien für den nächsten Tag. | |
| Nachts leuchten die Sterne, der Himmel ist klar. | |
| Wolken ziehn in die Ferne, als sei alles nicht wahr. | |
| Alles Leben dieser Erde ist zeitlich begrenzt. | |
| Lebe jetzt dein Leben. Das Jenseits niemand kennt. | |
| Die Liebe räumt aus dem Wege | |
| was einst mit Sehnsucht begann. | |
| Doch Wünsche, nur ein Freigehege. | |
| Manches schien eh sinnlos vertan. | |
| Herzen sprechen die gleiche Sprache. | |
| Doch verstehen und finden sie sich nicht. | |
| Die Gefühle werden zur Nebensache. | |
| Worauf es ankommt erkennt man nicht. | |
| Im Morallosen Scherbenhaufen. | |
| Das Ich ausgebrannt und zerschlissen. | |
| Stets in die falsche Richtung laufen. |
| Ausgeblendet das Ende, um es zu missen. | |
| Die Gegenwart liegt in Trümmern. | |
| Nur einmal die Hoffnung spüren. | |
| Wer sollte sich um wen kümmern. | |
| Die Zukunft ohne Ängste berühren. | |
| Der Schmerz getarnt in Emotionen | |
| um kraftlos Augenblicke zu beleben, | |
| Die Gier der Sucht um sich zu belohnen. | |
| Perfekte Selbsttäuschung erstreben. | |
| Nachts leuchten die Sterne, der Himmel ist klar. | |
| Wolken ziehn in die Ferne, als sei alles nicht wahr. | |
| Alles Leben dieser Erde ist zeitlich begrenzt. | |
| Lebe jetzt dein Leben. Das Jenseits niemand kennt. | |
| Panikattacken, machen vor nichts halt. | |
| Ängste gestalten sich unerträglich. | |
| Melancholie selbst ist träge und kalt. | |
| Die Vernunft erweist sich kläglich. | |
| Einer Lüge folgt meist die nächste. | |
| Der Abgrund das Tief anderer versteht. | |
| Der Zeitschmerz uns aber nie erzählte, |
| was Liebe doch alles bewegt. | |
| Spät im Alter die Maskerade wählen. | |
| Veredelt der Tanz in Glitzer gehüllt. | |
| Doch abgenutzte Spuren erzählen, | |
| vom Wahn der jung sein erfüllt. | |
| Missachtung spielt das Vertrauen, | |
| bestimmend des Lebens Schein. | |
| Selbstknechtung und Misstrauen | |
| steigert wie ein Sog das Unwohlsein. | |
| Einsamkeit ist beharrliche Stille, | |
| aus der sich schwer entfliehen lässt. | |
| Da hilft auch kein guter Wille, | |
| wenn der Ausgang verschlossen ist. | |
| Nachts leuchten die Sterne, der Himmel ist klar. | |
| Wolken ziehn in die Ferne, als sei alles nicht wahr. | |
| Alles Leben dieser Erde ist zeitlich begrenzt. | |
| Lebe jetzt dein Leben. Das Jenseits niemand kennt. | |
| Es wäre so verdammt gut | |
| wenn gleiche Wellen sich fänden. | |
| Doch meist fehlt es an Mut |
| den gelebten Egotrip zu beenden. | |
| Das Verlangen nach Zukunft | |
| hatte sich längst verspielt. | |
| Der Appell an die Vernunft | |
| stets an das Falsche festhielt. | |
| Was bis Ende der Lebenspüfung | |
| als Begleiterscheinung bleibt, | |
| ist die Sehnsucht nach Berührung | |
| sowie ein Zuspruch der antreibt. | |
| Blicke, Gesten schweigend gewagt | |
| von jenen Menschen Tag um Tag, | |
| den man kennt, aber nicht zum Freund hat, | |
| dennoch nicht vermissen mag. | |
| Illusionen malen bunt die Gegenwart. | |
| Emotionen erleben sich still und leise. | |
| Das Gewissen stets das Richtige tat. | |
| Nur Fantasien bewegten sich im Kreise. | |
| Nachts leuchten die Sterne, der Himmel ist klar. | |
| Wolken ziehn in die Ferne, als sei alles nicht wahr. | |
| Alles Leben dieser Erde ist zeitlich begrenzt. |
| Lebe jetzt dein Leben. Das Jenseits niemand kennt. | |
| Die Gedanken geh'n zur Ruh, | |
| träumen den Schlaf der Gerechten. | |
| Die missratene Welt sieht zu, | |
| um alles Böse weiterhin zu ächten. | |
| Wir alle haben nur ein Leben. | |
| Vergeuden es alltäglicher Niedertracht. | |
| Wir sollten Menschen das Wort nehmen, | |
| was getarnte Verletzbarkeit ausmacht. | |
| Die Quelle allen irdischen Lebens | |
| ist die erbarmungslose Natur. | |
| Unser Sein wäre oft vergebens | |
| weise uns nicht die Überlebenstour. | |
| Jeder Traum geht einmal zu Ende. | |
| Vieles bleibt ungesagt umspielt. | |
| Erinnerungen werden zur Legende, | |
| wenn es uns nicht mehr gibt. | |
| Das Leben erschrieb sich Bände, | |
| wie unzählige Seelen auf ihre Art. | |
| Der Tod übernimmt dann zur Wende |
| endgültig den letzten Part. | |
| Nachts leuchten die Sterne, der Himmel ist klar. | |
| Wolken ziehn in die Ferne, als sei alles nicht wahr. | |
| Alles Leben dieser Erde ist zeitlich begrenzt. | |
| Lebe jetzt dein Leben. Das Jenseits niemand kennt. | |
| Tags trauern die Sterne, der Himmel ist trüb. | |
| Wolken fliehn in die Ferne, als hätten sie sich lieb. | |
| Bei Tage wacht die Sonne. Glück dem wer ein Schutzengel hat. | |
| Zeitlos des Menschens Krone. | |
| Ewiges Träumen macht so satt. | |
| Sprechgesang/Text © by Marcel Hermann | |
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Musik/Arrangement © Yngland - Berlin
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