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Poesie - Melancholie - Lyrik - Gedichte |
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| Fantasie |
| Zögernd erwacht in mir |
| die ewige Sehnsucht nach dir. |
| Gedanken an dich so herzlich, |
| vergessen, was einst schmerzlich. |
| Die Nacht spielt ihre Träume, |
| vertreibt die Stille der Räume. |
| Die Leere kennt keine Träne, |
| denn sie schmiedet neue Pläne. |
| Selbst der weiteste Stern, |
| scheint nun nicht mehr ganz so fern. |
| Die Finsternis fügt sich dem Licht, |
| bevor es schließlich doch erlischt. |
| Es mahnt die Melodie der Nacht, |
| die dem Wert des Seins gedacht. |
| Kein Nebelschweif am Morgen |
| bleibt im Nassschleier verborgen. |
| Einige Wünsche sind stiller denn je |
| und viele Wunden tun oft sehr weh. |
| Im Wasser sich der Himmel spiegelt |
| und alle Sinne werden beflügelt. |
| Will hoch in den Lüften schweben, |
| frei wie die Friedenstauben leben. |
| Wenn die Wolken nicht weiterziehen, |
| gibt es keinen Grund zu fliehen. |
| Die Sonne verbannt die Kühle |
| nicht endender Alltagsgefühle. |
| Gedanken tanzen Eis und Glut |
| Der nie ersticken wollenden Flut. |
| Die Zeiten lernen wieder lieben, |
| um großen Träumen zu erliegen. |
| Der Traum dauert noch Stunden |
| bis ich endlich zu dir gefunden. |
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© by MarcelHermann |