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Poesie - Melancholie - Lyrik - Gedichte

   
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Feigheit
 
Wovon Du nichts weißt
ist, dass ich Dich lieb.
Heimlich still und leis
Dank, dass es Dich gibt.
Schon mein ganzes Leben
dreht sich nur um Dich.
Alles würde ich geben,
gewänn ich Dich für mich.
Sobald ich Dir nahe bin
pocht mein kleines Herz.
Wenn ich auch nicht wein,
ertragbar dieser Schmerz,
bin nur verdammt allein.
Solang in mir das Blut
fliesst, will ich glauben,
in der aufgestauten Wut
meinen Sinnen vertrauen.
Irgendwann hab ich Mut.
Um Dir stets zu gefallen,
verstecke ich mein Ich
hinter kluger Fassade,
die lässig viel verspricht
und fürchte ewig mich
davor, zu sein in Schande.
Will mich nicht zerstören.
Könntest Du einmal nur
das Nichtgesagte hören.
Bestimmt würde ich das tun
um allein Dir zu gehören.
Ich fliehe in Dein Vertrauen,
auch in der Erniedrigung
um mich wieder aufzubauen,
des Seelenwillen Befriedigung.
Schwäche ist meine Stärke.
Wenn ich auch daraus lerne,
mich davon zu befreien.
Ich achte Dich in Ehren
mit schüchternem Blick.
Will Dich gern begehren,
die Zeit spielt verrückt.
Angst ist die Verkettung,
Panik grausamstes Spiel,
Kontakt wäre schon viel.
Du kannst nicht ahnen,
dass jeder Du sein kannst.
Mein jahrelanges Hoffen
auf ein Zeichen von Dir.
Würdest Du mich strafen,
mir selbst das noch gefiel.
Menschen dürfen klagen
aus einem anderen Ich.
Es birgt kaum Gefahren,
Verzweiflung gibt es nicht.
Ganz allein bist Du es
Mit all Deinen Gesichtern,
was mich am Leben erhält,
im Glanz von  Lichtern.
Wenn Du mich verlässt,
wär vorbei, was mir gefällt.
Aber Du weißt bestimmt,
wie wichtig – Du – für mich
bist. Nur wer identifiziert
sich verantwortungsbewusst?
Wenn Du diesen Vers liest,
bin ich längst gegangen.
Und wenn Du mich vermisst,
wird es für uns anfangen.
Wortlos werde ich vor Dir
stehen: zitternde Gefühle.
Oberflächliche werden nie
Verstehen, was ich fühle.
Ich bin nur Du –
Mann und Frau –
die Dir täglich begegnen.
 

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