© by Marcel Hermann    
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  Fremd
   
  All meine vielen Träume mich zu dir tragen.
  Wie gerne möchte ich dich einmal fragen:
  Hörst du meine Schritte auf dem Weg zu dir
  oder erwartet sie eine verschlossene Tür?
   
  An Gefühl mangelt es meinem Dasein nicht.
  Die Seele aber eine andere Sprache spricht.
  Gefangen durch des Schattens Lebensgeist
  vergeht der Wunsch nach Veränderung meist.
   
  Danach finde ich mich auch im Dunkel nicht
  und klagend zeigen sich Spuren im Gesicht.
  Die Angst, sich in dieser Zeit noch zu verlieren,
  lässt Hoffnung sich mit Einsamkeit variieren.
   
  Wenn die Gegenwart sich selbst nur sonnt,
  schließe ich die Augen vor dem was kommt.
  So verspielen sich liebeshungrige Herzen.
  Was bleibt sind seelisch tiefe Schmerzen.
   
  In der Illusion verbietet der Schein die Realität,
  die ohnehin kaum noch einer so recht versteht.
  Es gibt da kleine Träume, die dauern Stunden,
  dann gibt es große in nur wenigen Sekunden.
   
  Zwischen all den vielen heimlichen Schwüren
  lassen sich stumme Bitten an die Zukunft hören.
  Die schon erfrorene, trostlose, übersättigte Zeit
  ist heute taub für emotional empfundenes Leid.
   
  Ich fühle inzwischen schon mein zweites Leben
  und nichts darin ist von gleicher Tragik eben. 
  Es lässt keine Verschwendung an Gedanken zu.
  Das eigene Ich fordert eine Stille ohne Ruh.
   
  © by MarcelHermann
   

http://www.youtube.com/watch?v=FW6HTkfOOpE

 

 

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