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Poesie - Melancholie - Lyrik - Gedichte

   
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  Herzleer
   
  Wenn Kälte immerzu die Wärme küsst.
  Die Sonne dabei das Scheinen vergisst.
  Dunkler Schatten das warme Licht vermisst.
  Dämmert Zwielicht was wirklich ist.
   
  Die Lüge des Untergangs nichts sagt.
  Das Wort der Erschöpfung sich vertagt.
  Eine Stille die in sich zu Ruhen wagt.
  Schweigsam diese aller Zeiten beklagt.
   
  Der Mensch alleine ist seiner oft zu viel.
  Die Suche dessen gleicht einem Deal.
  Berauschend lieblich dieses Gefühl.
  Was nicht ist erlebt sich im Spiel.
   
  Für die ewige Sünde geboren zu sein.
  Die sture Nüchternheit kennt kein Nein.
  Stuft sich überall als unersätzlich ein.
  Minuten entscheiden, zu zweit oder allein.
   
  Von tiefer Sehnsucht dahin geträumt.
  Fast ein ganzes Leben zu leben versäumt.
  Das Schicksal, die Chance einer Zukunft sah.
  Nichts ist mehr so, wie es früher einmal war.
   
  Diesseits der Sinne ein Ritual der Not
  und ewig liebt die Liebe bis in den Tod.
  Einerseits des geistigen Lebens Ende.
  Jenseits jedoch der Höllenweg sich fände.
   
  Herzleer des Lebens Tiefe endloser Frust.
  Die Zeit stirbt unerbittlich im Takt der Lust.
  Das Leben vollzieht sich auf unbestimmte Frist.
 
Das Sein nichts Halbes und nichts Ganzes ist.
   
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