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Lebenszug
 
Vor Jahrzehnten fuhr der Zug ab.  
 
Zwischen Himmel, Erde und Jein.
Der Weg führte nur hinab.
Keiner sieht es ein.
 
Vor Jahrzehnten fuhr der Zug ab.
 
Die Sekunde, Minute und Stunde.
Leben zeigte sich fernab
in erstarrter Runde.
 
Vor Jahrzehnten fuhr der Zug ab.
 
Über Brücken, Wiesen und Felder.
Die Zeit des Seins wird knapp.
Nicht nur er wird älter.
 
Vor Jahrzehnten fuhr der Zug ab.
 
Das Gestern, Heute und Morgen
zu keiner Zeit sich nützlich tat.
Geblieben sind die Sorgen.
 
Vor Jahrzehnten fuhr der Zug ab.
 
Durch Städte, Dörfer und Wälder.
Innere Unruhe hielt auf Trab
der Herzen Bittsteller.
 
Vor Jahrzehnten fuhr der Zug ab.
 
Im Dunkel, Nebel und Licht.
Nicht die Wahrheit ergab,
was der Schein verspricht.
 
Vor Jahrzehnten fuhr der Zug ab.
 
Kein Anhalten, Rast und Ruh'n.
Er wohl seiner selbst erlag.
Wer ist der Nächste nun?
 
Vor Jahrzehnten fuhr der Zug ab.
 
Ein Ende, Ziel und Leere.
Wartend das kahle Grab
im Fluch der Ehre.
 
Vor Jahrzehnten fuhr der Zug ab.
 

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