© by Marcel Hermann

   
 

Poesie - Melancholie - Lyrik - Gedichte

   
Menü 

 

Zurück

Weiter

       
       
       
       
  Leblos
   
  All meine Uhren stehen früh am Morgen schon still.
  Ich frage mich, was der Stillstand so früh von mir will.
  Mein Sein ist strebsam, das Alltägliche scheint verlernt.
  Die Sorge um den Tod ist von mir noch weit entfernt.
   
  Es gibt keinen Anlass dafür, gerade jetzt zu sterben.
  Die Psyche soll das Sumpfwälzen noch erlernen.
  Die Fantastereien wollen tiefgründig gefordert sein.
  Doch ein Traum lässt den anderen wieder allein.
   
  Zugegen bleibt dem Nichts die unsagbare Leere.
  Es tobt das Spiel der Utopie, was niemals werde.
  Die Zeit entzieht sich der Lust, mal gesellig zu sein.
  Des Nebels getränkter Schweif spielte sich kalt ein.
   
  All meine Uhren sind nun in ihrer Stummheit verlegen.
  Ich frage mich, ob Ruhe diese Stille kann verstehen.
  Wie sonst erklärt sich mir, wie gut alles werden wird,
  obwohl langsam daran diese Ewigkeit dahin stirbt.
   
  Sich, ergraut in ungeweinten Tränen, widerspiegeln.
  Die Zeit vermag die gebrochene Seele zu beflügeln.
  Hoffnung allein hat eine unglaubliche innere Kraft.
  Gedanken entfliehen der erstarrten Gefangenschaft.
   
  Es ist wie ein Schweben zwischen zweier Welten.
  Keine davon lässt des Helden kleine Träume gelten.
  Das Nichts in der Leere füllt aus all die Enge so sehr.
  Weder mein Tod noch was anderes brächte ihr mehr.
   
  All meine Uhren weigern sich bis spät in der Nacht.
  Ich frage mich, ob Traurigkeit sie unglücklich macht.
  Nach gutem Zureden und zartem, sanftem Antippen
  beginnen meine Uhren, schneller denn je zu ticken.
   
  © by MarcelHermann

                                

                               

 

HP

Impressum

E-Mail:

schliessen

Menü

zurück

weiterr

 

 

Marcel Hermann

Poesie

Lyrik

Gedichte