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Poesie - Melancholie - Lyrik - Gedichte |
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| Leblos | |
| All meine Uhren stehen früh am Morgen schon still. | |
| Ich frage mich, was der Stillstand so früh von mir will. | |
| Mein Sein ist strebsam, das Alltägliche scheint verlernt. | |
| Die Sorge um den Tod ist von mir noch weit entfernt. | |
| Es gibt keinen Anlass dafür, gerade jetzt zu sterben. | |
| Die Psyche soll das Sumpfwälzen noch erlernen. | |
| Die Fantastereien wollen tiefgründig gefordert sein. | |
| Doch ein Traum lässt den anderen wieder allein. | |
| Zugegen bleibt dem Nichts die unsagbare Leere. | |
| Es tobt das Spiel der Utopie, was niemals werde. | |
| Die Zeit entzieht sich der Lust, mal gesellig zu sein. | |
| Des Nebels getränkter Schweif spielte sich kalt ein. | |
| All meine Uhren sind nun in ihrer Stummheit verlegen. | |
| Ich frage mich, ob Ruhe diese Stille kann verstehen. | |
| Wie sonst erklärt sich mir, wie gut alles werden wird, | |
| obwohl langsam daran diese Ewigkeit dahin stirbt. | |
| Sich, ergraut in ungeweinten Tränen, widerspiegeln. | |
| Die Zeit vermag die gebrochene Seele zu beflügeln. | |
| Hoffnung allein hat eine unglaubliche innere Kraft. |
| Gedanken entfliehen der erstarrten Gefangenschaft. | |
| Es ist wie ein Schweben zwischen zweier Welten. | |
| Keine davon lässt des Helden kleine Träume gelten. | |
| Das Nichts in der Leere füllt aus all die Enge so sehr. | |
| Weder mein Tod noch was anderes brächte ihr mehr. | |
| All meine Uhren weigern sich bis spät in der Nacht. | |
| Ich frage mich, ob Traurigkeit sie unglücklich macht. | |
| Nach gutem Zureden und zartem, sanftem Antippen | |
| beginnen meine Uhren, schneller denn je zu ticken. | |
| © by MarcelHermann |