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Poesie - Melancholie - Lyrik - Gedichte |
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Lonely
Ich finde
keine Ruh.
Dein Text sagt mir zu.
Das Telefon vor mir.
Ich wähle mich zu dir.
Doch in dieser Stadt,
wo keiner den andern hat,
weilt mühsam der Wille -
lebt die Leere der Stille.
Alleinsein macht blind.
Zärtlich kalt der Wind.
Spielend in mir das Ich.
Ungesagt erhofft es sich.
Niemals zu erfrieren.
Die Einsamkeit verlieren.
Dort die Sonne scheint -
hier der Himmel weint.
Wenn das Licht den Tag verlässt.
Dunkler Schatten das Herz verletzt.
Heimliche Sehnsucht die Stille nährt.
Ein Leben ohne dich erfährt.
Wenn der Mond bei Nacht erzählt.
Funkelnd ein Stern dich auserwählt.
Der Last des Alltags zu entfliehen.
Aus der Enge mit den Wolken ziehen.
Ein neuer Tag bricht die Nacht.
Kühl das Nebelkleid danach.
Mit dem Tau geh'n die Sorgen.
Zukunft heisst morgen.
Und die Sonne wieder strahlt.
Wie immer unter Vorbehalt.
Aber ich bin
immer allein -
kein Herz nenn ich mein.
© by MarcelHermann