© by Marcel Hermann

Poesie - Melancholie - Lyrik - Gedichte

 

 

Polarnacht - Am Horizont in weiter Ferne matte und funkelnde Sterne. Einsam diese milde Nacht, die Seelenleere zart bedacht. All die vielen Lebenskünste verbergen heimliche Wünsche. Drang der Liebe nach Freiheit führt zumeist in die Einsamkeit. In der Sehnsucht des Strebens sucht das Herz oft vergebens, verweilt dann verbittert im Aus und findet keinen Weg hinaus. Der Muse dunkelster Schauer, nur das Schwarz trägt Trauer. Die Melancholie wird zur Sucht, Schicksalsschläge sind verflucht. Unzählig vertiefte Gedanken die in Wehmut einst versanken, durchwühlen eisig den Verstand bauen Luftschlösser auf Sand. Grauer Nebel sich erstreckt Schleier halten alles bedeckt. Zu leben beginnt ein Traum füllt unnahbar Zeit und Raum. Die Schatten schon erahnten was Ängste längst erkannten. Stillstand der verlorenen Zeit atemlos das pulsierende Leid. Zerrissene Wolken innig vereint glutrot ein Himmel der weint. Fontänengebilde bunter Farben übermalen aller Wunden Narben. Im Donnergrollen der Nacht unscheinbares Getier erwacht. Momente kommen und gehen um einmal nach oben zu sehen. Der Mond steht sich im Wege verschwindet im Sternengehege. Eine dünenhafte Wolkenschicht durchbricht zart silbern das Licht. Bedächtig klopft die Ewigkeit, die stürmisch zarte Winde befreit. Das mächtige Naturphänomen lässt diese Unwirklichkeit besteh'n. Des Firmaments zarter Farbenflor öffnet nebeldurchdrängt sein Tor. Unsichtbar die geweinten Tränen für Sekunden schmerzlos lähmen. Um das unendliche Ziel zu sehen muss im Jetzt etwas geschehen. Träume der Schwäche überwinden um endlich Zufriedenheit zu finden. Der Bedrückung die lautlos lärmt genügt oft schon Schein der wärmt. Die leuchtenden Wunder laden ein als Erdengast menschlich zu sein.

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Marcel Hermann

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