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Poesie - Melancholie - Lyrik - Gedichte |
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| Schatten |
| Wir haben doch eines gemeinsam. |
| Jeder verlebt sein Dasein einsam. |
| Die Stille scheint uns angeboren. |
| Fühlen wir uns auch oft verloren. |
| Es klingt meistens etwas verrückt. |
| Denken an frühere Zeiten zurück. |
| Glauben, dass vieles anders war. |
| Wir nehmen es einfach so wahr. |
| Das Leben liebte einst das Spiel. |
| Heute sind Worte schon zu viel. |
| Stumme Fantasien begreifen nicht. |
| Die schnelle Zeit kennt nur sich. |
| Es mühen sich tiefe Emotionen, |
| um einmal die Seele zu belohnen. |
| Das ewige Hoffen erkennt im Stillen |
| die Wünsche, die sich nicht erfüllen. |
| Lasst uns einmal miteinander reden. |
| Nicht all die Gedanken niedertreten. |
| Wahrheiten sind schmerzhaft genug. |
| Nur der Schein all jene Lügen ertrug. |
| Träume quälten sich durch das Licht |
| und Dunkelheit hatte nie ein Gesicht. |
| Balancehaltend vollzog sich das Sein. |
| Der Schatten war mit sich nie allein. |
| Das Glück würde seinen Weg finden. |
| Doch Wünsche es stets unterbinden. |
| Gestrige Spuren verzauberten es nicht. |
| Verloren die Erinnerungen im Angesicht. |
| Die Tränen des Himmels perlten dahin. |
| Der Atem der Weiten wog sich darin. |
| Leere, brachliegend diese eisige Zeit. |
| Die Illussion ist es, die wirklich befreit. |
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© by MarcelHermann |