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| Poesie - Melancholie - Lyrik - Gedichte | |||
| Unruhe |
| Wenn am Morgen der Tau sich an Grashalmen perlt, |
| dann träume ich mich in eine wunderbar heile Welt. |
| Der Nebel entzieht sich dem nassen Glanz der Natur, |
| selbst die kleinste Schöpfung geht auf Wandertour. |
| Der Atem der Erde mich meiner Sehnsucht enthüllt, |
| wortlos fast alles Machbare wieder mit Leben erfüllt. |
| Wie versteinert stehe ich mitten im Schein des Lichts, |
| mit meinen Sinnen berühre ich, aber bewege nichts. |
| Das Dunkel im Schatten dreht eine letzte Pirouette, |
| wie die einer immer nur verschwiegenen Marionette. |
| Die zartesten Töne verflüchten allmählich von allein, |
| die vergangene Zeit kann nicht alles gewesen sein. |
| Momente der Gegenwart sind oft so unglaublich fremd, |
| wie der Gedanke an das Aus, der ewig mich beklemmt. |
| Unausgesprochene Worte beleben die Melancholie, |
| der Traum von einst ist die Wirklichkeit der Fantasie. |
| Zwischen all der Unruhe im Paradies des Lebens, |
| irre ich unaufhaltsam umher und suche vergebens. |
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© by MarcelHermann |