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Unruhe
 
Wenn am Morgen der Tau sich an Grashalmen perlt,
dann träume ich mich in eine wunderbar heile Welt.
 
Der Nebel entzieht sich dem nassen Glanz der Natur,
selbst die kleinste Schöpfung geht auf Wandertour.
 
Der Atem der Erde mich meiner Sehnsucht enthüllt,
wortlos fast alles Machbare wieder mit Leben erfüllt.
 
Wie versteinert stehe ich mitten im Schein des Lichts,
mit meinen Sinnen berühre ich, aber bewege nichts.
 
Das Dunkel im Schatten dreht eine letzte Pirouette,
wie die einer immer nur verschwiegenen Marionette.
 
Die zartesten Töne verflüchten allmählich von allein,
die vergangene Zeit kann nicht alles gewesen sein.
 
Momente der Gegenwart sind oft so unglaublich fremd,
wie der Gedanke an das Aus, der ewig mich beklemmt.
 
Unausgesprochene Worte beleben die Melancholie,
der Traum von einst ist die Wirklichkeit der Fantasie.
 
Zwischen all der Unruhe im Paradies des Lebens,
irre ich unaufhaltsam umher und suche vergebens.
 

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