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Poesie - Melancholie - Lyrik - Gedichte

   
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          Zeitlos
 
          So wie dieses Blatt zu Boden fällt, gehen wir alle von dieser Welt.
 
          Der Flug misst keine Eile, sobald sich ein schnelles Ende stellt.
 
          Wenn es sich sanft müht, leblos dahin schwebt, bleibt ein Wert.
 
          Das vergessene Hier nach und nach das Unabwendbare nährt.
 
          Im unzähligen Getier des Laubs erspähte es seinen letzten Platz.
 
          Gewesenes Sein war der erbarmungslosen Natur grösster Schatz.
 
          Der zarte Sog der Unendlichkeit beschützt dämpfend den Fall.
 
          Verwischte Spuren erinnern daran, da war etwas einmal?
 
          Sie alle ähnelten einander, doch keines war dem andern gleich.
 
          Macht nicht der Unterschied das Leben unsagbar reich?
 

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