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Poesie - Melancholie - Lyrik - Gedichte

   
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  Zuletzt
   
  Wenn Menschen nicht mehr kommen,
  sondern nacheinander von einem gehen, 
  ist die einsame Seele wie benommen,
  sie wird alleine den Rest des Weges gehen.
   
  Das Alter ist der namenlose Begleiter
  auf dem verlassenen Weg in den Tod.
  Gedanken erfahren spielerisch heiter
  die kleine Flucht als Ausweg aus der Not. 
   
  Einzig allein die Kälte weiß zu vernebeln
  und Jahrzehnte laden zum letzten Tanz.
  Zaghaft mit silbern stumpfen Säbeln
  beugt sich das Leben dem matten Glanz.
   
  Unerklärliches tarnt sich zum Schutze,
  um dem Hell das Dunkel zu enthalten,
  denn die Leere vermag stets zum Nutze,
  getrübte Zeiten erträglich zu gestalten.
   
  Ungesagtes verstummt verloren nebenher,
  damit keiner die Schreie der Stille hört. 
  Gefühle und Emotionen unglaublich leer.
  Vom Augenblick des Seins keiner erfährt.
   
  Jeder Schein täuscht unzählige Gesichter.
  Ein Zukunftsrausch, den es nirgends gibt.
  Unglaubliche Ohnmacht der Lebenslichter,
  deren Melancholie alles Denken überwiegt.
   
  Vom Dasein stets bestraft worden zu sein,
  eine Trauer, in der das Leben sich verliert.
  Am Ende des Ziels lebt der Stolz sich allein,
  zärtlich müdet die Seele dahin und erfriert.
   
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